Schlechte Aussichten bei Intershop

Im ersten Quartal bleibt der Softwarehersteller aus Jena unter den eigenen Erwartungen.

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Von
  • Torge Löding

Beim Jenaer Softwarehersteller Intershop -- der sich neuerdings als Anbieter von Software fĂĽr Unified Commerce Management bezeichnet -- scheint erneut ein Quartalsverlust ins Haus zu stehen.

Im ersten Quartal 2003 erwartet das Unternehmen Umsatzerlöse in Höhe von etwa 6 bis 7 Millionen Euro, heißt es in einer Mitteilung. Im Vorquartal waren es 12 Millionen Euro. Damit entspricht der erwartete Gesamtumsatz im ersten Quartal 2003 zwar früheren Prognosen, allerdings liegt inbesondere der Lizenzumsatz im ersten Quartal 2002 voraussichtlich deutlich unterhalb eigener Erwartungen.

Für das erste Quartal 2003 rechnet das Unternehmen mit einem EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände)-Verlust von bis zu 7 Millionen Euro. Dazu meinte Vorstandsvorsitzender Stephan Schambach: "Vor dem Hintergrund der derzeit hohen wirtschaftlichen Unsicherheit und der anhaltenden Investitionsschwäche in der gesamten Softwarebranche konnten wir einige Verträge nicht wie geplant im ersten Quartal 2003 zum Abschluss bringen. Da jedoch viele unserer potenziellen Kunden ihre IT-Investitionen nur aufgeschoben haben, erwarten wir, dass ein wesentlicher Teil dieser Verträge in den Folgemonaten realisiert werden kann. Gleichzeitig haben wir im ersten Quartal 2003 unsere Kostensenkungsmaßnahmen wie am 21. Januar 2003 mitgeteilt implementiert."

Intershop wird das vollständige Ergebnis für das erste Quartal am 30. April 2003 bekannt geben. (tol)