IT-Dienstleister Einsteinet zahlungsunfähig

Die Hausbank hat die Kreditlinie gekĂĽndigt.

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Von
  • Torge Löding

Der Münchener IT-Dienstleister Einsteinet steckt in Schwierigkeiten: Bereits am 2. April beantragten die Einsteinet Systemhaus AG sowie die Einsteinet Data Center GmbH vor dem Amtsgericht München die Eröffnung von Insolvenzverfahren, wie eine Sprecherin des Gerichts gegenüber heise online bestätigte. Als vorläufige Insolvenzverwalterin wurde bereits die Rechtsanwältin Barbara Beutler eingesetzt.

Bereits im vergangenen Jahr war das Systemhaus in Probleme geraten und hatte 120 Mitarbeiter entlassen. Damit reagierte Einsteinet auf das nur schwach angelaufene Geschäft mit Application Service Providing (ASP) im Bereich der Desktop-Anwendungen in Deutschland. Ausgleichen wollte das Unternehmen, das eine eigene IT-Infrastruktur mit zwei Rechenzentren und einem Glasfasernetz unterhält, mit Outsourcing-Business und SAP-Hosting sowie der Betätigung als Systemintegrator.

Offenbar war das für die Geldgeber nicht erfolgreich genug: Medienberichten zufolge soll die Hausbank die Kreditlinie gekündigt haben, was zur Zahlungsunfähigkeit der Firma führte. CEO Rudolf Hotter wolle nun rechtliche Schritte gegen das Finanzinstitut einleiten, hieß es weiter. Für heise online war der Manager bislang nicht zu sprechen. (tol)