Intel verpaĂźt sich neue Regeln zur "Corporate Governance"

Aktienoptionsprogramme für Manager sollen eingeschränkt werden.

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Von
  • Torge Löding

Auf die lange Reihe von Skandalen um Bilanzfälschungen und persönliche Bereicherung von Managern bei US-Unternehmen reagiert der Chiphersteller Intel mit der Ausarbeitung einer neuen Richtline zur Corporate Governance. Dabei geht es zum Beispiel um die Trennung der Aufgaben von Chairman und CEO sowie eine Begrenzung für Aktienoptionen von Vorstandsmitgliedern, ein System zur Überprüfung von Interessenkonflikten bei Intel-Direktoren und um eine großzügige Anhebung der Grundgehälter für Manager.

Es sind aber nicht nur moralische Beweggründe, die Intel etwa veranlassen, die Aktienoptionen für Manager zu begrenzen -- nach einer neuen Richtlinie der US-Börsenaufsicht SEC müssen Aktienoptionen in Bilanzen neuerdings als Ausgaben verbucht werden.

Für Verstimmung sorgte der Vorschlag für das neu Corporate Governance-Regelwerk nach einem Bericht der Wall Street Journal bei den Unternehmensberatern von Ernst & Young, die seit 1968 für Intel arbeiten. Diese sprechen sich nämlich ganz im Gegensatz zum nun eingeschlagenen Kurs für eine Ausweitung von Aktienoptionsprogrammen aus. (tol)