US-Behörden verschlafen Sicherheitsinitiative
Bereits 1998 hatte sich Präsident Clinton mit einer Aufforderung an die verschiedenen Behörden gewandt, Schritte zum Schutz gegen Online-Attacken einzuleiten.
Verschiedene US-Bundesbehörden haben eine vier Jahre alte Aufforderung verschlafen, ihre IT-Sicherheit auf Vordermann zu bringen. Sie sollten die wichtigsten Informationssysteme und Netzwerke identifizieren, um elektronischen Attacken vorbeugen und Präventiv-Maßnahmen ergreifen zu können. Bereits 1998 hatte sich der damalige US-Präsident Bill Clinton mit einer Aufforderung an die verschiedenen Behörden gewandt, um Schritte zum Schutz gegen Online-Attacken einzuleiten.
Nach Angaben des General Accounting Office (GAO) haben alle Behörden immer noch "beträchtliche Lücken in der Sicherheit ihrer Informationssysteme, die einen Teil der Aktionen des Bundes einem großen Risiko aussetzen". In dem dieser Tage veröffentlichten Report wurden erneut Pläne und Maßnahmen festgelegt, um das Problem Sicherheit und Datenschutz der Behörden in den Griff zu bekommen. Dazu gehören etwa verstärkte Anstrengungen, um die Sicherheitsmaßnahmen der einzelnen Behörden untereinander und mit den übergeordneten Verwaltungsinstitutionen zu koordinieren. Außerdem merkte das GAO an, in der Privatwirtschaft gebe es Bedenken, dass vertrauliche Informationen, die an die Regierung gingen, möglicherweise in die Öffentlichkeit gelangen könnten: Regierungsbehörden sind unter dem Freedom of Information Act in den USA verpflichtet, auf Anfrage von Bürgern detailliert Auskunft über ihre Maßnahmen zu geben. (svh)