Union fordert Klarheit ĂĽber Telekom-Management

Wegen angeblicher Täuschungen beim drittem Börsengang der Deutschen Telekom 2000 fordert die Union erneut Aufklärung von Bundesfinanzminister Hans Eichel.

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  • dpa

Wegen angeblicher Täuschungen beim drittem Börsengang der Deutschen Telekom 2000 fordert die Union erneut Aufklärung von Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD). Die Union "zitierte" nach eigener Erklärung am Dienstag den Minister und seinen beamteten Staatssekretär Manfred Overhaus in den Bundestags-Haushaltsausschuss. Dort wird an diesem Mittwoch den Abgeordneten nur der Parlamentarische Staatssekretär Karl Diller (SPD) Rede und Antwort stehen, wie ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums am Abend auf Anfrage mitteilte.

Hintergrund sind wiederholte öffentliche Beschuldigungen, wonach Telekom und Bundesregierung vor drei Jahren milliardenschwere Risiken verschwiegen haben sollen, als es um den Kauf der britischen Mobilfunkfirma One2One für zehn Milliarden Euro ging. Der damalige Finanzvorstand Joachim Kröske hatte später im Aufsichtsrat berichtet, diese Transaktion sei um fünf Milliarden Euro überbewertet. Jetzt, so die Union, stehe die Behauptung im Raum, dass das Bundesfinanzministerium über diese Zusammenhänge frühzeitig im Bild gewesen sei.

"Der Bundesfinanzminister ist aufgefordert, den Anlegern und der Öffentlichkeit reinen Wein einzuschenken", erklärte die Union. "Es ist weder politisch noch juristisch haltbar, dass sich der Bundesfinanzminister und sein Ministerium hinter aktienrechtlichen Vertraulichkeitsregelungen verstecken wollen, die für den Bundesfinanzminister ausdrücklich nicht gelten." (dpa) / (jk)