KPN startet mit Eurorings in Deutschland
Der niederländische Telecom-Konzern kehrt auf den deutschen Markt für Datennetze zurück.
Der niederländische Telecom-Konzern KPN hat seine Eurorings Services in Deutschland nun offiziell gestartet. Das Netz verfügt nach eigenen Angaben über Kapazitäten mit PoPs in 20 Städten und ist mit den Niederlanden, Belgien, Nordfrankreich sowie Großbritanien und den USA verbunden. Noch in diesem Jahr sollen etwa 12 europäische Städte, darunter Lissabon, Budapest und Helsinki, eingebunden werden.
Die niederländische KPN EuroRings B.V. versteht sich als reinrassiger IP-Carrier und betreibt das Glasfasernetz zentral von Den Haag aus. Von Hosting-Angeboten oder fehlgeschlagenen KPNQwest-Abenteuern wie dem Aufbau eines DSL-Netzes will man dort nichts mehr wissen. Man beschränke sich jetzt auf die viel beschworenen "Kernkompetenzen", nämlich IP-Durchleitung über ATM-, SDH- und DWDM-Services, lässt das Unternehmen wissen.
Der niederländische IP-Carrier KPNQwest, gemeinsames Unternehmen von KPN und dem US-Konzern Qwest, hatte im vergangenen Jahr die Segel gestrichen, weil er sich mit dem Aufbau eines hochmodernen europäischen Glasfaser-Netzwerks parallel zu Hosting- und Endkungenangeboten finanziell übernommen hatte. Nach einem zähen Verhandlungmarathon erhielt schließlich die holländische KPN den Zuschlag für den Aufkauf einiger Teilsegmente des Netzwerks, darunter auch der insgesamt rund 3500 Kilometer langen deutschen EuroRing.
(anw)