US-Softwareverband kritisiert Gesetz zum Open-Source-Einsatz
In einem Gesetzentwurf rät der US-Bundesstaat Oregon allen Angestellten im öffentlichen Dienst, Open Source-Quellen in die Überlegungen zur Neubeschaffung von Software einzubeziehen.
In einem Gesetzentwurf legt der US-Bundesstaat Oregon allen Angestellten im öffentlichen Dienst nahe bei der Neubeschaffung von Software den möglichen Einsatz von Open Source-Produkten zu prüfen. Software sei darüber hinaus stets unter Kosten-Nutzen-Aspekten einzukaufen.
In der Begründung heißt es unter anderem, dass es im öffentlichen Interesse ist, offene, plattformunabhängige Standards einzusetzen und sich aller Beschränkungen zu entziehen, wie und wie lange der Staat Oregon gekaufte Software einsetzen darf. Es sei nicht im öffentlichen Interesse, Software einzusetzen, die neben ihrer zugedachten Funktion Daten an nicht vom Staate kontrollierte Einrichtungen sendet und die Kontrolle und Modifikation der staatlichen Computersysteme ermöglicht. Open Source-Software wäre günstiger zu beschaffen und zu betreiben, und würde Datenformate nicht an bestimmte Hersteller binden, heißt es dort weiter. Darüber hinaus sei Open Source-Software leichter auditierbar und damit deren Funktionalität gründlicher nachzuvollziehen.
Der Sprecher des Software-Unternehmerverbandes CompTIA Mike Wendy kommentierte: "Wir befürchten, dass dieser Entwurf als Präzedenzfall verstanden wird und andere Länder ihn sich als Modell zu eigen machen."
Cooper Stevenson, einer der größten Verfechter des Gesetzesentwurfs und Mitglied in einer Linux User Group, verteidigt den Ansatz: "Es es nicht die Aufgabe der Vorlage, Open Source einen Vorteil gegenüber proprietärer Software einzuräumen. Die Alternativen sollen lediglich einander gleichgestellt werden."
Zum Einsatz von Open Source in nationalen und regionalen Verwaltungen siehe auch: (ola)
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