ARD bĂĽndelt Online-Angebot
Wirtschaftsverbände halten den gebührenfinanzierten Internetauftritt für wettbewerbsverzerrend.
Mit einem neuen Internetauftritt will die ARD ihre unterschiedlichen Online-Angeboten bündeln. Das gemeinschaftliche Angebot ARD Online führt die bestehenden Websites ARD.de, DasErste.de und tagesschau.de zusammen. Zudem werden mit sport.ARD.de und boerse.ARD.de neue redaktionelle Themenangebote präsentiert. "Das neue Börsen- und Sportangebot bietet den Internet-Usern im Sinne des öffentlich-rechtlichen Auftrages qualitativ hochwertige Informationen, die das bestehende Online-Angebot der ARD ergänzen", betonte Peter Voß, SWR-Intendant und innerhalb der ARD für Online-Fragen federführend.
Bereits im November 2002 war radio.ARD.de als Plattform für alle Hörfunkwellen der ARD gestartet. Das Angebot ARD Online wird von fünf Redaktionen gemeinsam erstellt, die klar abgegrenzte Themenbereiche betreuen. Damit sollen die speziellen Kompetenzen beispielsweise der Sport- oder der Börsenredaktion optimal ausgenutzt werden. Der ARD-Vorsitzende, NDR-Intendant Jobst Plog, meinte: "Durch die Zusammenarbeit der Online-Redaktionen wird die thematische Vielfalt der ARD-Hörfunk- und Fernsehprogramme den Nutzern im Internet direkt und übersichtlich zugänglich gemacht, aber auch Doppelarbeiten vermieden."
Wenig Freude bereiten die verstärkten Online-Aktivitäten der Öffentlich-Rechtlichen den Verbänden der freien Wirtschaft. Immer wieder kritisiert zum Beispiel der Fachverband Bitkom, der gebührenfinanzierte Online-Auftritt von ARD und ZDF wirke wettwerbsverzerrend. (tol)