Elektronik-Fachhandel sieht Chancen in der Digitalisierung

Von der Digitalisierung der Konsum-Elektronik verspricht sich der mittelständische Fachhandel Vorteile im Kampf gegen die großen Multimedia-Märkte.

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  • dpa

Von der Digitalisierung der Konsum-Elektronik verspricht sich der mittelständische Fachhandel Vorteile im Kampf gegen die großen Multimedia-Märkte. In der digitalen Welt habe der Verbraucher zunehmenden Beratungsbedarf, sagte der Chef des zweitgrößten deutschen Handelsverbundes für Konsumelektronik R.I.C., Werner Winkelmann, in Nürnberg. Dies sei eine Chance für den Elektronik-Einzelhandel.

Die R.I.C. Electronic Communication Services GmbH (Ditzingen) erzielte in ihrem ersten Geschäftsjahr 2001/02 einen Umsatz von 1,45 Milliarden Euro. Der Verbund entstand 2001 aus einem Joint Venture der früheren Konkurrenten Interfunk (Ditzingen) und Ruefach (Ulm) und vertritt rund 2500 Elektronikhändler in Deutschland. Im Markt ist R.I.C. mit den Handelsmarken Red Zac und Masters vertreten.

Wegen Einmalkosten durch den Zusammenschluss ergab sich ein Jahresfehlbetrag von 1,2 Millionen Euro. Der Thekenumsatz der Mitglieder erreichte knapp 3 Milliarden Euro. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet R.I.C. mit einem Umsatzplus von 2,4 Prozent. Wachstumsfelder seien das Mobilfunkgeschäft und die Digitale Fotografie.

Im vergangenen Jahr gab es Rückgänge besonders bei der Unterhaltungselektronik, mit 724 Millionen Euro Hauptumsatzträger des Verbunds. Gut verkauft hätten sich lediglich hochwertige Fernseher. Positiv verlief das Telekommunikationsgeschäft (210 Millionen Euro). Im Bereich der Haustechnik (298 Millionen Euro) waren nach R.I.C.- Angaben vor allem Großgeräte gefragt. Das Segment PC/Multimedia (126,5 Millionen Euro) profitierte von zunehmender Nachfrage nach Notebooks, während Desktop-PCs seltener verkauft wurden. (dpa)/ (tol)