Grundig hat Insolvenzantrag gestellt

Der türkische Beko-Konzern soll neues Interesse an einer Übernahme des Nürnberger Traditionsunternehmens angemeldet haben.

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Von
  • Sebastian Eckel

Die Grundig AG hat am heutigen Montag Insolvenzantrag gestellt. Seit Juli 2001 sucht die deutsche Traditionsfirma nach einem starken Finanzpartner. Die im Januar 2003 groß angekündigte Übernahme durch den taiwanischen Elektrokonzern Sampo war allerdings überraschend gescheitert; und auch die erhoffte Übernahme durch den türkischen Beko-Konzern platzte. Danach suchte Grundig eine Insolvenz in Eigenverwaltung.

Ende der achtziger Jahre hatte Grundig noch über 38.000 Beschäftigte, heute sind bei dem Hersteller noch rund 3.500 Mitarbeiter angestellt. Nach Informationen der Financial Times Deutschland hat Beko mittlerweile wieder Interesse an Grundig angemeldet. Der potenzielle Investor spekuliert angeblich darauf, Grundigs hohe Pensionslasten nicht übernehmen zu müssen und dadurch rund 200 Millionen Euro sparen zu können. (see)