Drei CPU-Mitarbeiter wegen Insiderhandels vor Gericht
Ende April beginnt vor dem Augsburger Landgericht der Strafprozess wegen Verdachts auf kursstützende Maßnahmen bei dem Software-Unternehmen
Ende April beginnt vor dem Augsburger Landgericht ein Strafprozess gegen drei Mitarbeiter des Software-Unternehmens CPU. Dem Prokuristen, einem Vertriebsmanager und der ehemaligen Vorstandssekretärin wird verbotener Insiderhandel vorgeworfen, teilte das Gericht am Montag mit. Das Verfahren ist auf 17 Verhandlungstage angesetzt, an denen 35 Zeugen und ein Sachverständiger gehört werden sollen. Erster Verhandlungstag ist der 30. April.
Im Dezember 2001 hatte die Staatsanwaltschaft Augsburg ein Ermittlungsverfahren gegen die jetzt Angeklagten eingeleitet. Sie wirft ihnen vor, im ersten Halbjahr 2000 verschiedene kursstützende Maßnahmen ergriffen zu haben. Unter anderem sollen sie an einer Analyse mit einem überhöhten Kursziel und einer Kaufempfehlung beteiligt gewesen sein. Anschließend soll die Ehefrau des Ex-Vorstandes Aktien zum Börsenwert von rund 30 Millionen Euro verkauft haben. Sie soll damals von internen Problemen des Unternehmens gewusst haben, die massive Kursverluste nach sich ziehen würden. Im Jahr 2000 hatte CPU bei einem Umsatz von 10,3 Millionen Euro einen Verlust von 19,22 Millionen Euro eingefahren. (dpa)/ (tol)