Stellenabbau bei Alcatel womöglich geringer als befürchtet
Der Stellenabbau beim Telecom-Ausrüster Alcatel SEL wird in Deutschland in diesem Jahr möglicherweise geringer ausfallen als ursprünglich geplant.
Der Stellenabbau beim Telecom-Ausrüster Alcatel SEL wird in Deutschland in diesem Jahr möglicherweise geringer ausfallen als ursprünglich geplant. Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertreter setzten am Montag Verhandlungen über einen Beschäftigungssicherungsvertrag für die größte Sparte des Unternehmens am Stammsitz Stuttgart fort. Aus Unternehmens- und Gewerkschaftskreisen war zu erfahren, dass laut dem Vertrag keine betriebsbedingten Kündigungen bis zum Jahresende möglich wären, wenn im Gegenzug die Wochenarbeitszeit der betroffenen Beschäftigten ohne Lohnausgleich gesenkt wird.
Damit bestätigten die Kreise teilweise einen Bericht der Stuttgarter Zeitung. Beobachter rechnen damit, dass das Unternehmen neben der Beschäftigungssicherung auch ein Programm für einen freiwilligen Stellenabbau und eine neue Qualifizierungsgesellschaft in die Wege leiten könnte. Ursprünglich wollte Alcatel SEL, die deutsche Tochter des französischen Netzausrüsters Alcatel, in diesem Jahr weitere 1400 Stellen oder fast ein Fünftel aller Jobs streichen.
Die Mitarbeiterzahl des Unternehmens hatte Mitte der 80er Jahre noch bei 33 000 gelegen, nach dem geplanten Stellenabbau sollten es im deutschen Teilkonzern nur noch knapp 6300 sein. Seit dem vergangenen Sommer hatte es immer wieder Proteste gegen den Stellenabbau gegeben. (dpa) / (tol)