Telekom will Vorstandsgehälter "extrem leistungsorientiert" bezahlen
Die Telekom zahlte im Jahr 2002 ehemaligen Konzernvorständen Gehälter in Höhe von 24,6 Millionen Euro. Vorstandsschef Ricke möchte jetzt mehr Licht ins Dunkel der Vorstandsbezüge bringen.
Die Telekom zahlte im Jahr 2002 aktiven und ehemaligen Konzernvorständen Gehälter in Höhe von 41 Millionen Euro. Davon entfiel ein Anteil von zwei Drittel (26,4 Mio Euro) auf die vier ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Sommer, Tenzer, Hirschberger und Hedberg. Die Vergütung für den aktuellen Vorstand beläuft sich auf etwa 14,5 Millionen Euro. Im Jahre 2001 waren es noch rund 17 Millionen Euro.
Vorstandschef Kai-Uwe Ricke gab in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung zu verstehen, dass er das Thema Vorstandsbezüge aus der Ecke der Geheimniskrämerei herausholen und bereits auf der Hauptversammlung am 20. Mai thematisieren will. Unter "Transparenz- und Glaubwürdigkeitsgesichtspunkten" wolle er offen sein eigenes Gehalt nennen: "Mein Grundgehalt beträgt 1,25 Millionen Euro pro Jahr." Für den Vorstand gelte in aller Konsequenz, dass Mitglieder nur noch "extrem leistungsorientiert" bezahlt würden. Wer viel leiste, der werde auch entsprechend gut verdienen.
Bereits Mitte März hatte der Telekommunikations-Konzern seine Bilanzzahlen für 2002 mit einem Rekordverlust vorgestellt. Dabei musste man einen Schuldenberg von 60 Milliarden Euro ausweisen. Dieser solle aber bis Ende 2003 auf eine Größenordnung von 50 Milliarden Euro gesenkt werden. (see)