Überlange Spielfilme auf einer Video-CD

G Data will mit der Maxi-Video-CD zeigen, welches Potential noch in den günstigen CD-Rohlingen steckt.

vorlesen Druckansicht 92 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Holger Dambeck

Wegen der fallenden Preis für DVD-Brenner und Rohlinge verliert die gute alte CD -- vor allem beim Speichern von Filmen -- immer mehr an Bedeutung. Der Software-Hersteller G Data schreibt die günstigen Rohlinge jedoch längst nicht ab und legt mit seinem DVD-Kopier-Programm DaViDeo 3 noch einmal nach. Natürlich erstellt das Tool auch 1:1-Kopien von DVDs auf Knopfdruck. Neu ist jedoch die Möglichkeit, Filme mit Überlänge auf einen einzige CD zu brennen.

G Data nutzt dabei das Format "Maxi-Video-CD" (M-VCD). Schon länger experimentieren Anwender mit modifizierten VCDs. Zum einen wird dabei die Standard-Auflösung von 352x288 auf DVD-übliche 720x576 erhöht. Zum Absenken der Bitrate werden die MPEG-1-Dateien auch mit variabler Bitrate kodiert, was der VCD-Spezifikation ebenso widerspricht wie die erhöhte Auflösung. Derartige VCDs werden meist XVCDs oder KVCDs genannt; mit der Maxi-Video-CD will G Data offenbar eine eigenen Bezeichnung etablieren. Modifikationen des VCD-Formats sind vor allem deshalb interessant, weil sie im Unterschied zu DivX-Filmen auf sehr vielen Standalone-DVD-Playern laufen.

G Data Vorstand Fridolin Rummel sieht bei der CD noch Reserven: "Wir wollen zeigen, welches Potential die CD-R noch bietet." Das Maxi-Video-CD-Format beweise, dass die CD-R nach wie vor ein attraktives Medium für Videofilme sei -- und das zu einem unschlagbaren Preis. Daneben bietet DaViDeo 3 auch eine Erweiterung des SVCD-Formats: die Maxi-Super-Video-CD (M-SVCD). Außerdem kodiert das Programm in den Formaten MPEG-4, DivX, Xvid und VP3. DaViDeo 3 rippt laut Hersteller "nahezu alle Video-DVDs". Alle Filmformate, Untertitel und Sprachen des Originals können dabei übernommen werden. DaViDeo 3 soll Ende April auf den Markt kommen und 40 Euro kosten. (hod)