Schleswig-Holsteinische Museen stellen Magazinbestände ins Internet
Schleswig-Holsteinische Museen starten ein "Pilotprojekt zur digitalen Sicherung und Verbreitung des kulturellen Erbes".
Schleswig-Holsteinische Museen holen ihre verborgenen Schätze aus den Magazinen ins Internet. Sie werden gescannt, inventarisiert und ins Netz gestellt. Das "Pilotprojekt zur digitalen Sicherung und Verbreitung des kulturellen Erbes" starte am 1. Mai, teilten die Sprecher von Museen und Hochschulen mit. Das Projekt mit der Bezeichnung DigiCult Museen S-H kostet insgesamt 2,14 Millionen Euro. Es wird zur Hälfte aus dem Regionalprogramm 2000 des Landes gefördert.
In den nächsten Monaten sollen zunächst die Bestände von neun Museen und Sammlungen auf Datenträger gespeichert werden. "Das eröffnet auch völlig neue Möglichkeiten für die Präsentation und Werbung", hieß es. Oft befänden sich mehr als 90 Prozent eines Museumsbestandes im Magazin, sagte ein Sprecher des schleswig-holsteinischen Kultusministeriums. Das Projekt laufe zunächst drei Jahre und könne verlängert werden. Ziel sei es, ein eigenes Internet-Portal aufzubauen und damit weltweit für den Museumsstandort Schleswig-Holstein zu werben. Bisher sind dazu im Internet die Seiten www.museen-sh.de und www.kulturnetz-sh.de verfügbar -- allerdings nach Angaben der Projektentwickler noch ohne Recherchemöglichkeiten der Bestände der Museen und ohne Multimedia-Einbindungen.
Das nördlichste Bundesland hat an 135 Standorten rund 200 Museen und ähnliche Einrichtungen. Diese werden jährlich von mehr als drei Millionen Menschen besucht. (jk)