Bezahldienste verschaffen Web.de gestiegenen Umsatz

Web.de hat seinen Umsatz für das erste Quartal um 50 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2002 steigern können.

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Von
  • Sebastian Eckel

Der Internet-Dienstleister Web.de hat im ersten Quartal 2003 den Umsatz im Vergleich zum gleichen Vorjahresquartal um 50 Prozent auf 7,3 Million Euro gesteigert. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag bei einer Millionen Euro, in der gleichen Vorjahresperiode fiel noch ein Verlust von 2,4 Millionen Euro an. Das Karlsruher Unternehmen erzielte einen Netto-Gewinn von 200.000 Euro im ersten Quartal 2003.

Hauptumsatzträger waren nach Angaben von Web.de die "Digitalen Dienste" mit einem Wachstum von 187 Prozent auf 3,2 Millionen Euro. Sie erreichten damit einen Anteil von 44 Prozent am Gesamtumsatz. Die Media-Umsätze stiegen um 13 Prozent auf 2,5 Millionen Euro und tragen damit rund 35 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Einzig die Umsatzerlöse aus dem E-Commerce-Bereich blieben im Vergleich zum Vorjahr mit 1,5 Millionen Euro gleich und machen rund 21 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Web.de forciert seit Ende 2001 die so genannten Digitalen Dienste als Bezahl-Services. So muss der Web-Kunde mittlerweile für alle zusätzlichen Dienste außerhalb einer normalen E-Mail anteilig bezahlen. Mit diesen Diensten und durch Stellenabbau zeigt die Kurve in den Bilanzen des Unternehmens momentan nach oben.

Die liquiden Mittel von Web.de betrugen zum Quartalsende 98,3 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Web.de weitere Verbesserungen: "deutlich steigende Umsätze bei hohen Bruttomargen und schlanken Kostenstrukturen" prophezeit das Unternehmen. Sollten die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stabil bleiben, so würden sich "die Quartalsüberschüsse stetig verbessern" und im Gesamtjahr ein Gewinn herauskommen. (see)