Siemens-Bilanz erweckt gemischte Gefühle
Der deutsche Konzern verkauft weniger Handys.
Der deutsche Siemens-Konzern hat bereits vor Beginn seiner Halbjahreskonferenz im britischen Bournemouth mitgeteilt, der Gewinn vor Steuern und Zinsen sei im abgelaufenen zweiten Quartal auf 568 Millionen Euro von 1,281 Milliarden im Vorjahr zurückgegangen. Damals hatte Siemens allerdings 604 Millionen Euro mit dem Verkauf von Infineon-Aktien eingenommen. Der operative Gewinn fiel leicht auf 1,07 Milliarden Euro von 1,09 Milliarden im Vorjahresvergleich. Der Umsatz sank auf 18,23 Milliarden Euro -- ein Rückgang um 14 Prozent (vor einem Jahr waren es 21,25 Milliarden Euro).
Zum Sorgenkind avanciert nun auch die Handysparte, der Absatz von Mobiltelefonen sank von von 8,3 Millionen Einheiten im Vorjahreszeitraum auf gerade einmal 8 Millionen. Ein Rückschlag also für den ehrgeizigen Plan von Siemens, auf dem Weltmarkt zehn Prozent Anteil zu erstreiten. Die Mobilfunksparte ICM konnte ihr Ergebnis vor Steuern im zweiten Quartal dank massiver Kürzungsmaßnahmen auch bei schwindendem Umsatz von 44 auf 55 Millionen Euro steigern.
Weiterhin rote Zahlen schreibt die Netzwerksparte ICN. Der Bereich konnte nach erheblichen Einsparungsmaßnahmen seinen Vorjahresverlust von 158 Millionen Euro auf 147 Millionen Euro reduzieren. Die Kosten für die Massenkündigungen im abgelaufenen Quartal beziffert Siemens auf 44 Millionen Euro. (tol)