Xerox wieder in den roten Zahlen
Der amerikanische Drucker- und Kopiererspezialist Xerox muss im ersten Quartal 2003 erneut einen Nettoverlust von 65 Millionen US-Dollar verbuchen.
Der amerikanische Drucker- und Kopiererspezialist Xerox muss im ersten Quartal 2003 erneut einen Nettoverlust von 65 Millionen US-Dollar verbuchen, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Im ersten Quartal 2002 hatte der Verlust 114 Millionen Dollar betragen. Der Umsatz fiel im ersten Quartal um drei Prozent auf 3,75 Milliarden Dollar von 3,85 Milliarden Dollar im Jahr zuvor. Xerox hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002 erstmals seit 1999 wieder einen Nettogewinn von 91 Millionen US-Dollar verzeichnet.
Hintergrund für den Fehlbetrag seien Prozess- und Restrukturierungskosten, teilte Xerox mit. Ehemalige Angestellte haben das Unternehmen wegen ihrer Auffassung nach zu geringer Zahlungen aus dem Pensionsfonds der Firma verklagt, was die Bilanzen mit rund 300 Millionen US-Dollar belastet. Die Xerox-Geschäftsführung gab sich dennoch optimistisch. Im operativen Geschäft sei nach drastischen Kosteneinsparungen und höheren Geräteumsätzen ein Gewinn von 118 Millionen Dollar erwirtschaftet worden. Im zweiten Quartal werde man in die Gewinnzone zurückkehren.
Die US-Regierung hatte Xerox wegen angeblich illegalen Bilanzierungspraktiken verklagt. Xerox schlichtete das Verfahren und zahlte eine Strafe, ohne ein Fehlverhalten zuzugeben oder zu leugnen. Xerox hat in den beiden letzten Jahren als Folge der scharfen Konkurrenz seitens Canon und Hewlett-Packard die Mitarbeiterzahl um mehr als 17.000 auf etwa 67.000 verringert. (wst)