IP-Carrier Level 3 vorsichtig optimistisch

Die Zukäufe scheinen sich gelohnt zu haben: Level 3 scheint eine der Firmen zu sein, die von der Marktbereinigung bei den Carriern profitieren können.

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Von
  • JĂĽrgen Kuri

Die Zukäufe scheinen sich gelohnt zu haben: Der IP-Carrier Level 3 hatte Anfang des Jahres den traditionsreichen Carrier Genuity gekauft, eine ehemalige Abteilung von ARPAnet- und Internet-Entwickler BBN. Dies wirkt sich nun auch positiv auf die Bilanzen aus: Der Umsatz stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr von 386 Millionen auf 1,25 Milliarden US-Dollar. Auch konnte Level 3 nach einem Verlust von 90 Millionen US-Dollar nun einen Netto-Gewinn von 119 Millionen US-Dollar verbuchen. Darin enthalten sind allerdings Einmalerlöse aus einer Vertragsabwicklung und Spartenverkäufen.

Level 3 meinte, man habe die Talsohle bei neuen Verkäufen von Carrier-Dienstleistungen bereits im Jahr 2002 erlebt. Daher sei man nun "vorsichtig optimistisch", dass weiterhin langsame Verbesserungen im Carrier-Geschäft zu verzeichnen seien. Für das Gesamtjahr erwartet Level 3 nun Umsätze zwischen 3,99 und 4,34 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von 705 bis 755 Millionen US-Dollar. Level 3 betreibt unter anderem ein transatlantisches Glasfasernetz sowie Netze in Europa und den USA. Der Carrier litt wie die Konkurrenz unter der Krise der Telcos und den Überkapazitäten in den Backbones und bei den Glasfasernetzen, scheint sich aber zu einem der Profiteure der Konsolidierung unter den Carriern zu entwickeln. (jk)