Deutsche Alcatel weiter pessimistisch
Die schwierige Marktsituation in der Telekommunikationsbranche und die Kosten fĂĽr den Personalabbau haben der Stuttgarter Alcatel SEL im vergangenen Jahr rote Zahlen beschert.
Die schwierige Marktsituation in der Telekommunikationsbranche und die Kosten fĂĽr den Personalabbau haben der Stuttgarter Alcatel SEL im vergangenen Jahr rote Zahlen beschert. Der operative Verlust lag bei 17,1 Millionen Euro nach einem Vorjahresgewinn von 121,1 Millionen Euro. Der Jahresfehlbetrag vor Verlustausgleich betrug wegen der hohen RĂĽckstellungen fĂĽr RestrukturierungsmaĂźnahmen 137,9 Millionen Euro. Der Umsatz ging um 17 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zurĂĽck, der Auftragseingang sackte um 27 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro ab.
Auch für das laufende Jahr zeigt sich Alcatel pessimistisch: Angesichts der sich weiter verschärfenden Investitionszurückhaltung der meisten Netzbetreiber rechnet der Konzern mit einem erneuten Umsatzrückgang. Dies werde, wie bereits angekündigt, weitere Personalanpassungen erforderlich machen. Weil die Kostensenkungsprogramme jetzt aber Wirkung zeigten, erwarte Alcatel 2003 ein ausgeglichenes operatives Ergebnis.
Alcatel SEL, Tochter des französischen Alcatel-Konzerns, hatte zum Jahresende 2.345 Stellen gestrichen und beschäftigte noch 7.192 Mitarbeiter. Rund 1.000 Menschen hatten in Outsourcing-Projekten einen neuen Arbeitgeber gefunden, mit 1.400 Mitarbeitern wurden Aufhebungsverträge und Altersteilzeit vereinbart. Mitte April hatten Geschäftsleitung und Betriebsrat am Stammsitz in Stuttgart für 4.200 Mitarbeiter einen Beschäftigungssicherungsvertrag vereinbart. (dpa) / (jk)