Deutsche Telekom verbannt 15.000 Telefonhäuschen

In einem Pilotversuch will die Telekom 15.000 so genannte Basistelefone einsetzen, bei denen nur Notrufe abgesetzt oder mit Calling Cards und im R-Gespräch telefoniert werden kann.

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Von
  • Sebastian Eckel

Die Telekom will in Abstimmung mit der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (Reg TP) bis Ende 2005 in einen bundesweiten Pilotversuch 15.000 so genannte Basistelefone aufbauen. Damit sollen unwirtschaftliche Telefonzellen abgebaut und durch Notrufsäulen ersetzen werden, verkündete das Unternehmen. Das neue Strukturkonzept sieht vor, ausgehend von einer bedarfsgerechten Flächenversorgung an wenig frequentierten Standorten, Basistelefone anstatt Telefonzellen einzusetzen.

Die neuen Basisstationen sollen keinen Münzeinwurf oder eine Vorrichtung für Telefonkarten besitzen. Weiterhin soll aber die Möglichkeit bestehen, Notrufe abzusetzen, mit Calling Cards zu telefonieren oder R-Gespräche zu führen. Die Flächenversorgung mit insgesamt 100.000 öffentlichen Telefonstellen sei aber gesichert.

Der Leiter des Vertriebs und Marketings T-Com der Deutschen Telekom meinte, auf Grund der "hohen Grundversorgung mit Telefonanschlüssen in den Haushalten" und der "stetig ansteigenden Nutzung von Mobiltelefonen" habe sich die Notwendigkeit für eine Versorgung mit öffentlichen Telefonen verändert: "Zielsetzung unseres Pilotversuchs ist es, auch in der Zukunft innerhalb des Bundesgebietes eine flächendeckende Versorgung mit öffentlichen Telefonen sicherzustellen, wenngleich die Nutzung der öffentlichen Telefone an einigen Standorten einem starken Rückgang unterliegt." (see)