Siemens-Vorstandschef rechnet mit weiterem Arbeitsplatzabbau
Heinrich von Pierer denkt laut über einen Stellenabbau und der Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland nach.
Siemens-Vorstandschef Heinrich von Pierer rechnet laut einem Interview mit der Wirtschaftswoche mit neuem Stellenabbau. Man werde nicht nur wie bisher Produktionen, sondern auch Dienstleistungen ins Ausland verlagern, sagte Pierer. Über die Anzahl der gefährdeten Arbeitsplätze schwieg er jedoch; "Das kann ich in Zahlen noch nicht genau sagen -- klar ist nur, dass diese Lohnrunde zu enormem Druck auf die Arbeitsplätze führt."
Im Interview fand Heinrich von Pierer auch deutliche Worte über die Bundesregierung. "Der Kanzler muss handeln und seine Pläne jetzt so schnell wie möglich in die Tat umsetzen. Deutschland braucht jetzt eine starke Führung, die auch mal gegen die Strom entscheidet und nicht immer meint, einen Konsens finden zu müssen. Hätte ich mein Zehn-Punkte-Programm zur Reform von Siemens bei allen 400.000 Mitarbeitern zur Diskussion gestellt, dann würden wir heute noch am Tisch sitzen und reden." (see)