ACD Systems übernimmt Canvas-Hersteller Deneba
ACD Systems und Deneba gehören ab jetzt zusammen: Das vor allem durch die Bildverwaltung ACDSee bekannte kanadische Unternehmen hat den kalifornischen Grafiksoftware-Hersteller für 5,5 Millionen US-Dollar übernommen.
ACD Systems und Deneba gehören ab jetzt zusammen: Am Dienstag teilte das vor allem durch die Bildverwaltung ACDSee bekannte kanadische Unternehmen mit, den US-amerikanischen Grafiksoftware-Hersteller für 5,5 Millionen US-Dollar übernommen zu haben. ACD Systems bereichert damit sein Produktsortiment im Wesentlichen um Canvas, ein Allroundpaket für Illustration, technisches Zeichnen und Layout, die Foto-Sharing-Lösung Deneba Share sowie das CAD-Programm DenebaCAD; Version 9 von Canvas soll im Juli erscheinen. Dazu gewinnt die 110-Mann-Firma 38 Mitarbeiter und ein neues USA-Hauptquartier: Aus dem in Miami angesiedelten Deneba soll ACD Systems of America werden, die Führungsriege soll weiterhin entscheidende Positionen im Unternehmen besetzen, personell will man sogar noch aufstocken, so Deneba-Sprecher Jan Grimann gegenüber heise online.
ACD Systems steigerte im Jahr 2002 seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 42 Prozent -- von 11,8 auf 16,7 Millionen kanadische Dollar (entspricht 7,4 bzw. 10,5 Millionen Euro), fuhr aber einen Verlust 2,4 Millionen kanadischen Dollar (1,5 Mio. Euro) ein, während im Jahr 2001 noch ein Gewinn von 0,6 Millionen kanadischen Dollar (0,37 Mio. Euro) verblieb. Das Unternehmen begründete den Verlust vor allem mit Abschreibungen und den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von insgesamt 5,3 Millionen kanadischen Dollar. Zum Ende des dritten Quartals des laufenden Geschäftsjahrs 2003 konnte ACD Systems bereits einen Umsatz von 17 Millionen und einen Gewinn von 3,4 Millionen kanadischen Dollar vorweisen (10,7 bzw. 2,1 Millionen Euro).