EU genehmigt Kooperation von T-Mobile und mmO2
In dĂĽnn besiedelten Gebieten GroĂźbritanniens darf T-Mobile bis Ende 2007 UMTS-Roaming betreiben.
Wie erwartet dürfen T-Mobile und das britische Mobilfunkunternehmen mmO2 ein gemeinsames UMTS-Netz in Großbritannien aufbauen. Die Mitbenutzung von Standorten, Sendemasten, Trafo- und Kühlanlagen werfe keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken auf, entschied die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel. Zudem erlaubte die Behörde der Deutschen-Telekom-Tochter T-Mobile das Roaming in dünn besiedelten Gebieten.
Die Genehmigung der EU-Kommission gilt als Musterfall. Die Behörde kündigte in Kürze eine ähnliche Entscheidung zu T-Mobile und mmO2 über die Mitbenutzung von Mobilfunknetzen in Deutschland an. T-Mobile ist mit dem D-1-Netz der führende deutsche Mobilfunkanbieter. Die britische mmO2 ist auf dem deutschen Markt mit der Firma O2 vertreten.
Nach Ansicht von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti schränkt das Roaming in Großbritannien zwar den Wettbewerb ein. Andererseits fördere es jedoch die Verbreitung der Mobilfunkdienste der 3. Generation, sagte der Kommissar. Die Genehmigung gelte zudem nur für kleine britische Städte bis Ende 2007 sowie für ländliche Gebiete bis Ende des Jahres 2008. T-Mobile und mmO2 dürften in den zehn größten Städten Großbritanniens aber kein Roaming praktizieren. (dpa)/ (tol)