Toshiba gibt Beamergeschäft auf

Der japanische Toshiba-Konzern steigt komplett aus dem Geschäft mit Projektoren aus. Als Grund nennt das Unternehmen einen dramatischen Absatzeinbruch. Man will sich stattdessen auf den profitableren TV-Bereich konzentrieren.

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Der Umsatz mit Projektoren sei in den vergangenen Monaten drastisch eingebrochen, erläuterte Gerd Holl, General Manager von Toshiba Europe. Der Abwärtstrend aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage habe sich bereits Anfang des Jahres abgezeichnet. So konnte das Unternehmen vor allem im Geschäftskundenbereich deutlich weniger Geräte verkaufen. Auch im zweiten Quartal gingen die Stückzahlen weiter zurück – gegenüber dem Vorjahr um fast 30 Prozent. Hinzu kam ein fortwährender Preisverfall, beschreibt Holl die Situation. Schließlich habe man Konsequenzen ziehen müssen und den Ausstieg aus dem Beamergeschäft beschlossen.

Toshiba will zwar weiter auf LEDs setzen, doch leider nicht fĂĽr den Gebrauch in Beamern wie dem F10.

Der japanische Hersteller hatte kompakte Präsentationsbeamer und lichtstarke Konferenzprojektoren im Programm. Und auch sehr interessante LED-Beamer wie den mit 800 × 600 Pixel auflösenden F10. Die Produktpalette an Toshiba-Projektoren läuft aus, Partner werden nur noch bis Ende September mit neuer Ware beliefert. Die Gewährleistungs- und Servicedienstleistungen sollen unabhängig davon weiterlaufen.

Statt sich weiter mit dem schleppenden Beamerverkauf herumzuplagen, will sich der Hersteller auf den profitableren Fernseherbereich konzentrieren. Hier erwarte man auch im kommenden Jahr deutliches Wachstum. Toshiba wird sich laut Holl der Weiterentwicklung von LCD-TVs mit LED-Backlight widmen. Außerdem will das Unternehmen die Fernseher künftig stärker im Geschäftskundenbereich (B2B) platzieren. (uk)