Microsoft-Initiative sieht große Wissenslücken in Computerfragen
Den Test der Microsoft-Initiative "IT-Fitness" haben mittlerweile mehr als zwei Millionen Menschen absolviert. 120.000 Ergebnisse flossen nun in eine Studie ein, aus der Microsoft "Wissenslücken" herausliest.
Das Wissen der Deutschen über Computer könnte nach Meinung von Microsoft deutlich besser sein. Vor allem Berufsanfänger und Arbeitsuchende wiesen große Mängel beim PC-Wissen auf, teilt das Unternehmen mit. Microsoft Deutschland bezieht sich dabei auf eine Studie der Initiative IT-Fitness, die Microsoft-Gründer Bill Gates angestoßen hat. Seit März 2007 haben mehr als zwei Millionen Menschen am sogenannten IT-Fitness-Test teilgenommen. Für die aktuelle Erhebung wurden die Ergebnisse von 120.000 Teilnehmern ausgewertet.
In dem Test konnten die Teilnehmer maximal 42 Punkte erreichen. 42 bis 38 Punkte reichen für ein "sehr gut", bis zu 27 für ein "gut", bis 22 Punkte gibt es ein "zufrieden stellend" und für alle anderen ein "nicht zufrieden stellend". Am besten schnitten Studenten ab – sie brachten es im Durchschnitt auf 31,51 Punkte. Es folgten Lehrer mit 30,51 Punkten vor Beamten mit 30,28 Zählern. Besonders mangelhaft ist laut Microsoft das Computerwissen etwa bei Schülern (25,54 Punkte), bei Menschen ohne Arbeit (27,45 Punkte) sowie bei Rentnern (22,98 Punkte). Außerdem seien Frauen im Hinblick auf das Computer-Basiswissen noch immer nicht gleichauf mit Männern: "Besonders Müttern zwischen 30 und 40 Jahren fehlt Computerwissen für einen erfolgreichen Wiedereinstieg in den Beruf."
Während des Tests wird zum Beispiel gefragt, ob bei der Formatierung einer Festplatte gleichzeitig nach Virenbefall geprüft wird, wie der Standardlaufwerksbuchstabe auf einem Windows-PC lautet, wo sich darauf der Menüpunkt "Drucken" befindet, wie sich das Kontextmenü des Papierkorbs öffnen lässt, was sich mit "Smarttags" in Microsoft Office anstellen lässt, wem das Internet "gehört" und was die Abkürzung "WWW" bedeutet. Einige Fragen beschäftigen sich mit Details von aktuellen Microsoft-Produkten. Anwendern anderer Betriebssysteme könnte also ein "zufrieden stellendes Ergebnis" oder weniger per PDF-Urkunde bescheinigt werden, da sie diese Details nicht kennen können. (anw)