Erster Schweizer Satellit im All

Klein, aber fein: Die Schweiz ist seit dem heutigen Mittwoch mit einem eigenen Satelliten im Weltraum vertreten. Mit einer Kantenlänge von 10 Zentimetern gehört der von Studenten gebaute "Swiss Cube" zur Klasse der Nanosatelliten.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Die Schweiz ist seit dem heutigen Mittwochmorgen mit einem eigenen Satelliten im Weltraum vertreten. Der "Swiss Cube" wurde um 08:21 Uhr MEZ an Bord einer indischen Trägerrakete ins All transportiert und 20 Minuten später erfolgreich auf seiner vorgesehenen Erdumlaufbahn ausgesetzt. Mit einer Kantenlänge von lediglich 10 Zentimetern und einem Gewicht von 820 Gramm gehört der "Schweizer Würfel" zur Klasse der Nanosatelliten. Konstruiert wurde er von rund 180 Studenten verschiedener Schweizer Fachhochschulen sowie der ETH Lausanne und der Universität Neuenburg. Die Projektkosten belaufen sich den Angaben zufolge auf 235.000 Euro.

Mit einem kleinen Teleskop soll der "Swiss Cube" das sogenannte Airglow-Phänomen vermessen, eine Aufhellung des Nachthimmels, die ab einer Höhe von etwa 90 Kilometern über der Erdoberfläche in bestimmten Regionen beobachtet werden kann. Die Messergebnisse könnten dann eventuell in die Entwicklung neuer Positionsbestimmungssysteme einfließen, heißt es in der Projektbeschreibung. In den kommenden Monaten soll der "Swiss Cube" jeden Tag mindestens ein Bild zur Erde funken. Signale des Satelliten können Amateurfunker auf der Frequenz 437.505 MHz empfangen (70-Zentimeter-Band, Rufzeichen HB9EG). (pmz)