Keine Panik bei den NetzbĂĽrgern
Einer Umfrage des Kriminologischen Seminars der Universität Bonn zufolge, fühlt sich die Mehrzahl der Netzbürger im Cyberspace weitgehend sicher.
Dem Kriminologischen Seminar der Universität Bonn zufolge, fühlt sich die Mehrzahl der Netzbürger im Cyberspace weitgehend sicher. Das geht aus den Ergebnissen einer Online-Umfrage zum Thema "Sicherheit und Delinquenz im Internet" hervor, die die Bonner Wissenschaftler in den vergangenen Monaten durchgeführt haben.
Insgesamt 1419 Teilnehmer gaben Auskunft über ihre Cyber-Opfer-Betroffenheit zu Delikten wie Auktions-Betrug, Hacking, Dialer-Betrug, Viren und Hoaxes, Spam-Mail und Kinder-Porno-Seiten. Neun von zehn Internet-Nutzern haben schon negative Erfahrungen mit unerwünschten Spam-Mails gesammelt. Zwei Drittel gaben an, bereits negative Erfahrungen mit Viren gemacht zu haben, immerhin jeder fünfte wurde nach eigenen Angaben schon einmal Opfer eines 0190-Dialers. Ebenso gaben zehn Prozent an, bei Internet-Auktionen betrogen worden zu sein. Auch Cyber Stalking -- das Belästigen anderer Personen im Chat, Usenet oder per E-Mail -- verbreitet sich. Ein Drittel der Frauen unter den Befragten gaben an, bereits online belästigt worden zu sein.
Trotz der relativ verbreiteten Gefahren fühlen sich über achtzig Prozent beim Surfen im Internet weitgehend sicher. Zum Schutz vor Cyber-Crimes fordern die Befragten vor allem eine intensivere Aufklärung über wirksame Selbstschutz-Möglichkeiten und den Ausbau von technischen Sicherungssystemen; nur jeder Dritte spricht sich für mehr strafrechtliche Kontrollen aus. (dab)