Neues Gebot für Global Crossing

XO Communications bietet 700 Millionen US-Dollar für das angeschlagene Unternehmen.

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Carl Icahn, Vorsitzender von XO Communications, hat für die insolvente Global Crossing ein Angebot über 700 Millionen US-Dollar vorgelegt. Damit übertrifft er das bislang bestehende Gebot von Singapore Technologies Telemedia um 100 Millionen US-Dollar, berichtet das Wall Street Journal. XO Communications, bislang vor allem als Provider in lokalen US-amerikanischen Netzen tätig, will demnach seine Infrastruktur mit dem internationalen, 160.000 Kilometer langen Netz zusammenlegen.

ST Telemedia hatte ursprünglich zusammen mit Hutchison Whampoa im August 2002 für Global Crossing ein Gebot abgeben. Hutchison Whampoa zog sich aber vor einem Monat aus dem Bietergerangel zurück. Das Unternehmen hatte damit auf eine angekündigte Untersuchung des US-Ausschusses für Auslandsinvestitionen reagiert. Die Kommission will US-Präsident Bush einen Vorschlag machen, welcher Kaufinteressent ein tragbarer Kandidat sei.

XO Communications werden nun gute Chancen nachgesagt, die Empfehlung der US-amerikanischen Regulierer und den Segen des Konkursgerichts zu bekommen. Gegenüber ST Telemedia, mehr aber noch gegenüber Hutchison Whampoa haben die US-amerikanischen Behörden Sicherheitsbedenken. Der Ausschuss für Auslandsinvestitionen will sich laut dem Bericht noch in dieser Woche treffen, um den Fall Global Crossing zu besprechen. (anw)