Studie: UmsatzeinbuĂźen durch Handy-Elektrosmog
Marktforscher behaupten, dass immer mehr Deutsche wegen Bedenken um gesundheitliche Schäden seltener mit dem Handy telefonieren.
Eine Studie des Marktforschers Soreon behauptet, dass die Furcht vor Elektrosmog beim mobilen Telefonieren zu Umsatzeinbußen von etwa 8 Prozent bei den Betreibern führen wird. 16 Prozent der befragten Handy-Nutzer gaben an, dass sie Gespräche am Mobiltelefon aus gesundheitlichen Gründen kurz hielten, 12 Prozent meinten, dass sie aus dem gleichen Grund weniger als noch vor einem Jahr telefonierten. Rund 48 Prozent der Befragten hegen generell gesundheitliche Bedenken gegen Mobilfunkmasten.
Die Zahlen weisen auf eine tiefer sitzende Furcht bei den Nutzern hin: Denn bewahrheiteten sich die Gesundheitsrisiken, würden 64 Prozent der Befragten dann entweder die Gesprächsdauer weiter verkürzen oder die Anzahl der Gespräche reduzieren. In diesem Falle müssten die Mobilfunkbetreiber sogar mit Umsatzeinbußen von 16,4 Prozent rechnen. Gleichzeitig stiegen die Kosten für den Betrieb der Anlagen signifikant, da dann davon auszugehen sei, dass die Gesetzgeber die Grenzwerte drastisch senken.
Doch die Wirtschaft solle nicht verzagen, so die Studie. Strahlungsärmere Handys könnten für deutlich höhere Preise verkauft werden. Außerdem stiegen die Erlöse aus Handyzubehör wie Freisprecheinrichtungen; immerhin 46 Prozent der Befragten gaben an, für "strahlungsreduzierendes Zubehör" Geld ausgeben zu wollen.
FĂĽr die Studie befragten die Marktforscher telefonisch 300 deutsche Mobilfunknutzer und fĂĽhrten Interviews mit ĂĽber 20 Verantwortlichen von Mobilfunkanbietern, Beamten aus Regierungsstellen, Rechtsexperten, Wissenschaftlern und Vertretern von BĂĽrgerinitiativen.
Siehe dazu auch: (ola)