Philips will mit Halbleitersparte wieder in die schwarzen Zahlen

Bis Jahresende soll das Hamburger Werk wieder profitabel sein.

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  • dpa

Die Halbleiter-Sparte des niederländischen Elektronik-Unternehmens Philips soll noch in diesem Jahr aus den roten Zahlen kommen. "Wir warten alle auf den Aufschwung und Philips ist gut gerüstet", sagte Gernot Fiedler, Vorsitzender der Geschäftsführung von Philips Semiconductor auf einer Festveranstaltung zum 50-jährigen Jubiläum der Hamburger Chip-Fabrik. Philips rechne fest damit, dass die Sparte des Unternehmens im vierten Quartal wieder profitabel ist, sagte Fiedler. Als einer der wenigen Halbleiter-Hersteller weltweit habe es Philips geschafft, die Krise nach dem Überhitzungsjahr 2000 weitgehend ohne Entlassungen zu überstehen.

Seit 1953, rund fünf Jahre nach der Erfindung des Transistors, stellt Philips in Hamburg Halbleiter-Bauelemente her. In den Gründerjahren sei die neue Technologie vielen Mitarbeitern noch etwas unheimlich vorgekommen, sagte Fiedler. "Bei diskreten Halbleitern hätte ich bis heute auch gedacht, dass es sich eher um einen verschwiegenen Mitarbeiter im höheren Management handelt", sagte der Hamburger Bürgermeister Ole von Beust. Mittlerweile gebe es aber kaum noch ein Gerät der Unterhaltungselektronik, kein Auto und kaum noch ein modernes Spielzeug, das ohne Halbleiter funktioniert, stellte Fiedler daraufhin klar. Die Hamburger Philips-Produktion mit diskreten Halbleitern rangiere inzwischen weltweit auf Platz drei mit zehn Prozent Marktanteil. (dpa)/ (tol)