Fragwürdige Banken-Lösung für KirchMedia
Der Plan der Gläubigerbanken, die Fernsehkette ProSiebenSat.1 nach dem gescheiterten Verkauf an Haim Saban in Eigenregie weiterzubetreiben, stößt auf Bedenken der zuständigen Aufsichtsbehörden.
Der Plan der Gläubigerbanken, die Fernsehkette ProSiebenSat.1 nach dem gescheiterten Verkauf an Haim Saban die kommenden Monate in Eigenregie weiterzubetreiben, stößt auf Bedenken der zuständigen Aufsichtsbehörden. "Die jetzige Lösung ist unbefriedigend" findet Wolfgang Thaenert, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM), laut Frankfurter Allgemeine Zeitung. Zweifel an der rechtlichen Zulässigkeit hat Thaenert unter anderem mit Blick auf die Bayerische Landesbank: "Bei diesem Institut handelt es sich um ein staatliches Unternehmen. Der Staat darf in Deutschland aber keinen Rundfunk veranstalten." Auch sei fraglich, ob die Banken das für die Erteilung einer Sendelizenz notwendige publizistische Interesse nachweisen könnten. Er unterstrich, dass die Geldhäuser für ihren Plan die Genehmigung der Landesmedienanstalten brauchen. (anw)