AOL Time Warner verzichtet auf Verkauf der Buchsparte

Der Medienkonzern verzichtet wegen unzureichender Gebote auf den Verkauf seiner Buchsparte.

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Der Medienkonzern AOL Time Warner verzichtet wegen unzureichender Gebote auf den Verkauf seiner Buchsparte. Dies berichtete die New York Times. Diese sollte ursprünglich 400 Millionen US-Dollar (342 Millionen Euro) einbringen, doch gab es letztlich nur Gebote, die näher bei 300 Millionen US-Dollar lagen. Die beiden letzten verbliebenen Bieter waren die Perseus Books Group und die Random-House-Sparte von Bertelsmann. Keiner der beiden sei offensichtlich bereit gewesen, genug zu zahlen, um AOL Time Warner zufrieden zu stellen.

Der Medienriese wollte die Buchsparte mit den Verlagen Warner Books und Little Brown verkaufen, um seine Schulden zu verringern. Diese sollen bis Jahresende von 28 Milliarden auf 24 Milliarden US-Dollar und bis Ende 2004 auf 20 Milliarden US-Dollar abgebaut werden. Seither habe die Gesellschaft eine 50-prozentige Beteiligung an dem Kabelfernsehkanal Comedy Central fĂĽr 1,2 Milliarden US-Dollar und sein Investment an der Hughes Electronics fĂĽr rund 800 Millionen US-Dollar verkauft. AuĂźerdem bekommt das Unternehmen aus einem Vergleich mit Microsoft 750 Millionen US-Dollar. (anw)