Motorola: SARS schlägt auf den Asien-Umsatz

Der US-MobilfunkausrĂĽster Motorola hat am Montag seine Prognosen fĂĽr das zweite Quartal und fĂĽr das Gesamtjahr 2003 gesenkt.

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  • dpa

Der US-MobilfunkausrĂĽster Motorola hat am Montag seine Prognosen fĂĽr das zweite Quartal und fĂĽr das Gesamtjahr 2003 gesenkt. Im zweiten Quartal werde voraussichtlich ein Umsatz von 6,0 bis 6,2 Milliarden Dollar erreicht, teilte der Konzern mit. Zuvor hatte Motorola mit 6,4 bis 6,6 Milliarden Dollar gerechnet.

Das Ergebnis je Aktie (EPS) soll den neuen Berechnungen zufolge ohne Sonderposten die Gewinnschwelle erreichen. Auf GAAP-Basis dĂĽrfte das EPS 2 Cent betragen. Zuvor hatte Motorola mit einem EPS vor Sonderposten von 3 bis 5 Cent kalkuliert. Nach der Rechnungslegung US-GAAP sollte ursprĂĽnglich ein EPS von 1 bis 3 Cent anfallen.

Die Umsatz- und Ertragsschätzungen für 2003 müssten nach den neuesten Erkenntnissen über die Geschäftsentwicklung ebenfalls gesenkt werden, hieß es weiter. Voraussichtlich dürften sich auch das dritte und vierte Quartal schwächer entwickeln als bislang erwartet. Die neuen Prognosen für das Gesamtjahr will Motorola bei der Vorlage der Bilanz für das zweite Quartal Mitte Juli bekannt gegeben.

Die Prognosenkürzungen begründete der Konzern mit der Schwäche auf dem asiatischen Markt. Während in Europa, Nord- und Lateinamerika sich der Mobilfunkbereich nach Plan entwickelt habe, sei das Geschäft in Asien hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Ausschlaggebend sei der Ausbruch der lebensbedrohenden Lungenkrankheit SARS gewesen, aber auch die hohen Lagerbestände bei den lokalen Herstellern.

Ebenfalls schwächer sei das Halbleiter-Geschäft in Asien verlaufen. Ein Erdbeben habe eine Fabrik in Sendai schwer beschädigt, woraufhin die Produktion teilweise zum Stillstand gekommen sei. Durch Reparaturarbeiten seien zusätzliche Kosten entstanden. (dpa)/ (cp)