Hightech-Faden aus Nanoröhrchen stabiler als Kevlar

Wegen ihrer elektrischen Eigenschaften lassen sich aus den Fäden beispielsweise auch Kondensatoren anfertigen.

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Von
  • Wolfgang Stieler

US-Wissenschaftler haben aus Kohlenstoff-Nanoröhrchen makroskopische Fasern gesponnen, die stabiler sind als Kevlar oder Stahlfasern. Ray Baughman und seine Kollegen von der University of Texas in Dallas entwickelten ein Verfahren weiter, das französische Wissenschaftler vor drei Jahren vorgestellt hatten: Sie mischten einwandige Nanoröhrchen mit Polyvinyl und Alkohol in einem schnell rotierenden Behälter (Nature, Vol 423, 12. June 2003, S. 703).

Um die aus dieser Mischung gewonnenen gesponnen Fäden zu zerreißen, braucht man nach Angaben der Wissenschaftler rund 17 mal mehr Energie als für Kevlar und zehn mal mehr als für Stahlfasern. Wegen ihrer elektrischen Eigenschaften lassen sich aus den Fäden beispielsweise auch Kondensatoren anfertigen -- ein weiterer Schritt auf dem Weg zur in die Textilien integrierten Elektronik. (wst)