Petition gegen kommerzielle Software in indischen Behörden
Wenn es nach einer Petition in der indischen Provinz Ranchi geht, sollen Behörden Open-Source-Produkte kommerziellen Lösungen künftig vorziehen.
Im Kampf von Microsoft gegen Open-Source-Software, besonders um die Ausstattung von Behörden, werden nun auch in Indien Stimmen gegen kommerzielle Software laut. Eine Eingabe, die am Jharkand High Court eingereicht wurde, fordert die indische Regierung auf, günstigere Open-Source-Produkte teuren proprietären Lösungen vorzuziehen, berichtet die indische Finanzzeitung Financial Express. Der für die Eingabe verantwortliche Rechtsanwalt Manish Kumar wollte sich gegenüber der Zeitung nicht zum genauen Wortlaut äußern, nur so viel: Proprietäre Software sei teuer und deren Quellcode könne nur mit der Zustimmung und Mitwirkung des Urhebers an eigene Bedürfnisse angepasst werden. Die Quellen von Open-Source-Software seien hingegen frei verfügbar.
Ein Microsoft-Sprecher wollte sich zu der Eingabe gegenüber dem indischen Blatt nicht äußern, da das Verfahren noch in der Schwebe sei. Der Marketing-Chef von Microsoft Indien, Sanjiv Mathur meinte: "Kommerzielle Software hat große Vorteile hinsichtlich der Entwicklung, lässt viel Spielraum für Wachstum und ist erschwinglich. Diese Vorteile sind null und nichtig, wenn Entwicklungsländer wie Indien sich tendenziell für Open-Source-Software entscheiden und damit die Entstehung einer Industrie für kommerzielle Software im eigenen Lande behindern." (ola)