Indien richtet sich auf Hacker-Abwehr ein
Indiens erstes staatliches Zentrum fĂĽr Internet-Sicherheit ist in Zusammenarbeit mit dem CERT Coordination Center entstanden.
Im kommenden Monat geht Indiens erstes staatliches Zentrum fĂĽr Internet-Sicherheit in Betrieb. Das mit Hilfe von CERT entstandene Zentrum soll Cyber-Attacken auf SchlĂĽsseleinrichtungen des Verteidigungsministeriums, der Wirtschaft und anderer Regierungsorganisationen verhindern, berichtet der Nachrichtendienst BBC.
Das Internet-Sicherheits-Zentrum wird vom Informations- und Technologieministerium in der Hauptstadt Neu Delhi betrieben und wird bis zu 20 Millionen US-Dollar Steuergelder jährlich verschlingen. Ein zweites Zentrum soll demnächst im südindischen Bangalore am Indian Institute of Science (IISC) errichtet werden, wie BBC unter Berufung auf Aussagen des indischen Informationsministers Rajiv Ratan Shah meldet. Aber nicht nur reagieren will man in Indien, sondern auch vorbeugen: Ein Gesetz soll sich des Datenschutzes und anderer Sicherheitsbelange annehmen. "Ein erster Entwurf ist fertig. Das Gesetz soll das Vertrauen der Kunden in Indien als Dienstleistungsanbieter stärken", erklärte Shah gegenüber BBC.
CERT ist eine Einrichtung der Carnegie Mellon University (CMU) in Pittsburgh, Pennsylvania. Dort hat man es sich zur Aufgabe gemacht, über Sicherheitsvorfälle im Internet Bericht zu erstatten. Die CERT-Mannschaft erteilt technischen Rat, koordiniert die Einsätze zur Beseitigung der durch Sicherheitsmängel in vernetzten Computeranlagen entstandenen Probleme, führt Statistiken über Einbrüche in IT-Systeme, untersucht auf dem Markt erhältliche Produkte auf Sicherheitsschwächen, veröffentlicht Berichte darüber und bietet Schulungen über IT-Sicherheit an. (ola)