Pilotprojekt: Besserer Unterricht dank Laptops

In einem Modellversuch haben die Eltern ihren Schulkindern fĂĽr gut 1300 Euro Laptops gekauft.

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  • dpa

Der fächerübergreifende Einsatz von Laptops kann den Schulunterricht nach Einschätzung von Fachleuten deutlich verbessern. Von der internationalen Schulleistungsstudie Pisa aufgedeckte Mängel ließen sich in Laptop-Klassen beheben, berichtete der Leiter einer Gesamtschule aus dem südhessischen Weiterstadt, Walter Schnitzspan, am heutigen Montag bei einer Fachtagung zum Thema Neue Lernkultur mit Laptops in Frankfurt am Main. Die Weiterstädter Albrecht-Dürer-Schule und zwei Marburger Schulen machen bei einem im Februar gestarteten Pilotprojekt der Initiative Schule@Zukunft mit und haben Laptop-Klassen eingerichtet.

Mit dem Projekt hat Hessen nach Darstellung der Initiative bundesweit die Nase vorn -- zusammen mit Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern. Schule@Zukunft hofft, dass bis 2008 rund 100 Schulen eine Laptop-Klasse einrichten. Sinnvoll ist der Einsatz der mobilen Computer nach Einschätzung der Fachleute von der 7. Klasse an, er werde aber auch an Grundschulen im Kreis Bergstraße erprobt.

Getragen wird das Projekt von der Landesregierung, dem Landkreistag, dem Städtetag und den Unternehmerverbänden in Hessen. Die Eltern haben die jeweils rund 1300 Euro teuren transportablen Computer bezahlt. Einen drei Jahre gültigen Wartungsvertrag für die Geräte ließen sie sich zusätzlich je 34 Euro kosten. Die öffentliche Hand übernimmt nach Schnitzspans Berechnungen zusätzlich rund 600 bis 700 Euro pro Laptop. Dieses Geld fließe vor allem in die Lehrerfortbildung und technische Infrastruktur. (dpa)/ (tol)