IHK: Deutsche Firmen vernachlässigen Computer-Sicherheit

Bereits 60 Prozent der Unternehmen seien Opfer von Datenräubern geworden, sagte der Computerfachmann Karlfried Thorn bei einem hessenweiten Aktionstag zum Einsatz von Computern in der Wirtschaft.

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Deutsche Firmen vernachlässigen nach Ansicht des Computerfachmanns Karlfried Thorn von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt die IT-Sicherheit. Bereits 60 Prozent der Unternehmen seien Opfer von Datenräubern geworden, sagte Thorn bei einem hessenweiten Aktionstag zum Einsatz von Computern in der Wirtschaft. Wirtschaftsminister Alois Rhiel wies ebenfalls auf die Bedeutung der IT-Sicherheit hin. An dem Aktionstag beteiligten sich Darmstadt, Frankfurt, Kassel, Wiesbaden, Gießen und Fulda.

Datenräubern werde es zu leicht gemacht, Passwörter mitzulesen und sich damit in Rechnersystem einzuklinken, sagte Thorn. Dort könnten sie dann außerdem Computerviren und -würmer freisetzen. Damit entstehe nicht nur dem Unternehmen ein Schaden, sondern auch Kunden und Geschäftspartnern. Ein wirksamer Schutz sei deshalb eine volkswirtschaftliche Pflicht. Auch die Banken legten bei der Kreditvergabe immer mehr Wert auf Risiko-Management.

Das Interesse an den Einsatzmöglichkeiten von Computern ist nach Ansicht von Thorn bei den Unternehmen ungebrochen. Zum Aktionstag hätten sich mehrere hundert Firmenvertreter angemeldet. Neben dem Sicherheitsaspekt (Darmstadt) standen Geschäfte im Internet (Wiesbaden), Telearbeit (Gießen), Sprach-Technologie (Fulda), neue Lernformen (Kassel) und Wissensmanagement (Frankfurt) auf dem Programm. Die Ergebnisse werden auf einer gemeinsamen Internetseite veröffentlicht. (anw)