Honda bremst Auspuffschnüffler ab

Der Automobilhersteller hat ein computergestütztes Radarsystem entwickelt, das das Risiko von Auffahrunfällen reduzieren soll.

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Von
  • Oliver Lau

Der Automobilhersteller Honda hat ein computergestütztes Radarsystem entwickelt, das den Fahrer vor einem drohendem Zusammenstoß mit dem Vordermann warnt, dabei die Gurte strafft und automatisch das Fahrzeug abbremst.

Kern des Collision Mitigation Brake System (CMS) ist ein Radar mit einer Reichweite von 100 Meter. Innerhalb dieses Radius erfasst es alle Fahrzeuge in einem Winkel von 16 Grad in Fahrtrichtung. Aus den Radar-Messdaten berechnet der CMS-Computer die Verkehrsbedingungen, die Entfernung zum vorausfahrenden Fahrzeug und die relative Geschwindigkeit der Fahrzeuge zueinander. Anhand dieser Fakten schätzt der Computer die Wahrscheinlichkeit einer Kollision.

Optische und akustische Signale zeigen dem Fahrer im Notfall an, dass es an der Zeit ist, vorsichtiger zu fahren. Reagiert der Fahrer nicht, kann das CMS als erstes Frühwarnsystem aktiv in den Fahrvorgang eingreifen, indem es bei Gefahr das Fahrzeug solange abbremst, bis ein sicherer Abstand zum Vordermann erreicht ist. Sollte ein Auffahrunfall dennoch unabwendbar sein und der Fahrer zu zaghaft auf der Bremse stehen, wirft das CMS einen Notanker: Es steigert die Bremsleistung bis zum Maximum. Um den Schaden für die Insassen bei einem Aufprall zu minimieren, strafft es außerdem die Gurte.

Das CMS wird zunächst nur in Hondas Top-Limousine "Inspire" eingebaut, die in diesem Monat in Japan für rund 30.000 US-Dollar auf den Markt kommt. (ola)