VeriSign will Kreditkartenbetrügern auf den Leib rücken

Der Internet-Dienstleister bietet Händlern die Möglichkeit, die Gültigkeit von Kreditkartendaten auch anhand der Adresse des Eigentümers zu überprüfen.

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Von
  • Oliver Lau

Ein neuer Service des Internet-Dienstleisters VeriSign soll Kreditkartenbetrug eindämmen. Händler, die ihre Kunden per Kreditkarten zahlen lassen, können mit Hilfe des Fraud Protection Service die Kombination aus Kartennummer sowie Name und Wohnort des Kartenbesitzers auf Gültigkeit überprüfen lassen. VeriSign verspricht, dass der neue Service kompatibel zu allen gängigen Authentifizierungsverfahren ist, so auch etwa Mastercard Securecode.

Die Vorteile des Dienstes liegen auf der Hand: Hat jemand mit einer gestohlenen Kreditkarte Waren eingekauft, hat der Händler zwar die Ware verschickt, aber keinen einzigen Cent dafür gesehen. Kreditkartenbesitzer, Kreditkartengesellschaft und der Händler sind die Leidtragenden. Eine schnelle Online-Prüfung der Gültigkeit sämtlicher zur Kreditkarte verfügbarer Daten kann derlei Missbrauch vorbeugen. Bei VeriSign schätzt man, dass Händler durch Kreditkartenbetrug Umsatzeinbußen von sieben Prozent erleiden. Und es könnte noch schlimmer kommen, denn die Internet-Kriminalitätsrate hat sich im vergangenen Jahr verdreifacht, wie aus einem Bericht des Internet Fraud Complaint Center (IFCC) hervorgeht. Wenn man den Schätzungen der Marktforscher bei der Aberdeen Group Glauben schenken darf, wird sich der durch Identitätsklau entstandene Schaden dieses Jahr auf 26 Milliarden US-Dollar belaufen.

Der Fraud Protection Service kostet knapp 20 US-Dollar im Monat, zuzüglich 5 US-Cent pro Transaktion, allerdings nur bei der Prüfung von Kreditkarten, die US-Bürgern gehören. Händler, die weltweit Geschäfte abwickeln, müssen monatlich rund 50 US-Dollar zahlen plus 10 US-Cent pro Transaktion. (ola)