Wissenschaftler sieht historische Daten von E-Mail bedroht
Durch Löschaktionen und begrenzten Speicherplatz könnten Informationen für die Nachwelt verloren gehen.
Die immer weitere Verbreitung von E-Mail und Internet könnte dazu führen, dass historisch wichtige Informationen für die Nachwelt verloren gehen. Das befürchtet jedenfalls Errol Friedberg, Professor an der Southwestern Medical School der Universität Texas.
In der Vergangenheit hätten die Menschen wichtige Texte aufgeschrieben oder in Stein gemeißelt und an sicheren Orten aufbewahrt, erklärt Friedberg in einem Brief, den er gemeinsam mit seinen Kollegen Herbert Hagler und Kevin Land an das britische Wissenschaftsmagazin Nature gerichtet hat. Weil heute der E-Mail-Verkehr weltweit immer mehr zunehme, seien ständig Daten durch den Mangel an Speicherplatz und nicht kompatible Speichermethoden bedroht. Auch häufige Updates von Computersystemen könnten wichtige Daten verschwinden lassen, warnt der Wissenschaftler. Eine technische Lösung dieses Problems sei längst überfällig. In der Zwischenzeit sollten zumindest akademische Institutionen Kopien ihrer Daten und Korrespondenzen auf Papier aufbewahren. (diw)