Honda meldet Durchbruch bei Kohlenstoff-Nanoröhrchen

Hauchdünne Röhrchen aus Kohlenstoff sollen die heute übliche Silizium-Technik ablösen.

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  • Andreas Beier

Kohlenstoff-Nanoröhrchen sollen in der Zukunft die heute übliche Silizium-Technik in Chips ablösen. Sie sollen bei deutlich mehr Leistung weniger Strom verbrauchen. Die Röhrchen machen es den Forschern aber nicht einfach. Sie sind, je nach Chiralität , nämlich entweder metallisch- oder halbleitend. Bisherige Produktionsmethoden können bisher jedoch die beiden Typen nicht kontrolliert herstellen.

Das Honda Research Institute will nun in Zusammenarbeit mit Forschern der Purdue-Universität und der Universität von Louisville, bei der Herstellung von Röhrchen mit metallischer Leitfähigkeit statt der bisher üblichen 25- bis 50-prozentige Ausbeute auf bis zu 91Prozent gekommen sein. Beschrieben hat das Unternehmen den Prozess im Wissenschaftsmagazin Science (Ausgabe vom 2. Oktober, Zusammenfassung).

Die Nanoröhrchen, die nur ein Hunderttausendstel des Durchmessers eines menschlichen Haares haben, sollen in neue Bereiche der Miniaturisierung und Energieeffizienz vorstoßen. Laut Honda sind Röhrchen mit metallischer Leitfähigkeit so stark wie Stahl, haben eine bessere Leitfähigkeit als Kupfer und sind so leicht wie Baumwolle. (adb)