NASDAQ-Wächter: Instant Messages wie E-Mails archivieren
IM-Nachrichten sollen mit Geschäftsbriefen gleichbehandelt werden.
Nachrichten, die über einen Instant Messenger (IM) verschickt werden, sollen in US-Unternehmen wie E-Mails behandelt und drei Jahre lang archiviert werden. Das fordern die Börsenwächter von der National Association of Securities Dealers (NASD). Auch wenn Instant Messenger mehrheitlich noch immer von Jugendlichen als Chatinstrument genutzt würden, komme die Technik in immer mehr Firmen bei dienstlichen Absprachen zum Einsatz, argumentiert die Organisation.
Damit im Fall eines Verdachtes auf Verletzung von Börsenregeln besser ermittelt werden kann, hat die NASD ihre Mitglieder nun aufgefordert, IM-Kommunikation mit E-Mails und Geschäftsbriefen gleich zu behandeln. Wenn das aus technischen Gründen nicht möglich sei, sollten die Unternehmen besser auf den Einsatz von Instant Messengern verzichten.
Im vergangenen Jahr waren sechs Wertpapierhäuser von der Börsenaufsicht SEC in Absprache mit der NASD dafür bestraft worden, dass sie E-Mail-Verkehr gelöscht hatten. Die SEC hatte bei Ermittlungen in den Wertpapierhäusern wegen des Verdachts von Börsenregelverletzungen erfolglos nach relevantem E-Mail-Material gesucht, obwohl die Unternehmen verpflichtet sind, ihren gesamten E-Mail-Verkehr mindestens drei Jahre lang aufzubewahren. (tol)