Marktforscher warnen vor "WLAN-Blase"

Forrester Research meint, in öffentliche Internetzugänge werde zu viel Geld investiert.

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Im Jahr 2008 wird es in Europa 7,7 Millionen Nutzer von öffentlichen WLANs geben, glauben die Marktforscher von Forrester Research. Eine geringe Zahl, meinen sie und warnen davor, dass sich viele Investoren bei öffentlichen Internetzugängen überzogene Hoffnungen machen: Demnächst könne die "WLAN-Blase" platzen.

Es gebe derzeit mit 10 Prozent aller Europäer zu wenige, die die nötigen mobilen Computer besitzen; in fünf Jahren würden es erst 18 Prozent sein und nicht alle von ihnen hätten ein Interesse an öffentlichen WLANs. Derzeit dominiere die Verwendung von WLAN in kleinen Büros. Weiter meinen die Marktforscher, die Preise für die Nutzung von öffentlichen Hotspots seien zu hoch; dadurch beschränke sich der potenzielle Kundenkreis auf wenige Menschen, die sich die Gebühren leisten könnten. Außerdem gebe es zu wenige öffentliche Internetzugänge, ungelöste internationale Roaming-Probleme und Sicherheitsbedenken.

Der WLAN-Markt habe noch einen langen Weg vor sich. Das sei bei einer anderen Drahtlos-Technik anders: Bluetooth. Forrester schätzt, im Jahr 2008 werde es 312 Millionen Handynutzer geben, von denen 239 Millionen mit der Funktechnik ausgerüstet sein würden. WLAN-Technik werde hingegen nur in etwa 2 Prozent der Mobiltelefone verbaut. Mobilfunknetz-Betreiber hätten kein Interesse daran, dass die Kunden vergleichsweise kostengünstige Kommunikation über WLANs betreiben und würden deshalb bei den Handyherstellern intervenieren, auf die Technik in ihren Geräten zu verzichten. (anw)