Microsoft hat einen neuen Datenschutzchef
Der Datenschutzbeauftragte der Royal Bank of Canada wechselt Mitte Juli nach Redmond.
Drei Monate nach dem Rücktritt von Richard Purcell hat Microsoft einen neuen Datenschutzbeauftragten gefunden. Zum 14. Juli wechselt Peter Cullen -- bisher Corporate Privacy Officer bei der Royal Bank of Canada (RBC) -- zum Softwareunternehmen. Er sei ein "Datenschutzpionier" und habe in seiner Firma für die Finanzwelt beispielhafte Methoden zum Schutz der Privatsphäre bei der Sammlung und Verwendung von Daten eingeführt, schwärmt Microsoft von seinem neuen Chief Privacy Strategist. RBC sei so in Nordamerika im Bereich Datenschutz führend geworden, teilt das Unternehmen weiter mit.
Cullen sieht sich bei Microsoft am richtigen Ort, da das Unternehmen dem Datenschutz hohe Priorität einräume. Der gelernte Betriebswirt hat seit 1976 für RBC gearbeitet. Der bisher für die Datenschutzaspekte in der "Trustworthy"-Initiative verantwortliche Manager Purcell hatte im Januar angekündigt, er wolle sich Ende März nach zehnjähriger Tätigkeit aus dem Unternehmen verabschieden und "neuen Herausforderungen" stellen. Purcells Abteilung hatte unter anderem einen "Privacy Health Index" für den Softwarekonzern entwickeln. Cullen wird Scott Charney berichten, der bei Microsoft als Chief Trustworthy Computing Strategist arbeitet. (anw)