Erste PDAs mit Windows Mobile 2003 (Update)
Kaum hat Microsoft Windows Mobile 2003 für Pocket PC veröffentlicht, kündigen auch schon die ersten Hersteller Geräte mit dem neuen PDA-Betriebssystem an.
Kaum hat Microsoft Windows Mobile 2003 für Pocket PC veröffentlicht, kündigen auch schon die ersten Hersteller Geräte mit dem neuen PDA-Betriebssystem an.
Gleich fünf neue PDAs der iPAQ-Serie präsentiert HP, vier davon mit dem Kurzstreckenfunk Bluetooth und alle mit einem SD/MMC-Slot (SDIO) ausgestattet. Die HP iPAQs H1940 und H1930 ersetzen das nur knapp drei Monate alte 120-Gramm-Leichtgewicht H1915. Unüblicherweise bestückt HP seine neuen Low-End-PDAs mit einer ARM9-CPU von Samsung mit der Bezeichnung S3C2410. Im kleineren Modell H1930 ohne Funktechnik kommt eine Variante mit 206 MHz, im teureren Bluetooth-Modell eine mit 266 MHz zum Einsatz. Bei gleichem Takt soll die Samsung-CPU in puncto Leistung sogar die XScale-Konkurrenz von Intel schlagen. Mit der Begründung, dass sich die XScale-CPUs inzwischen großer Beliebtheit erfreuen, verwendet HP bei seinen anderen PDA-Modellen weiterhin die ARM-Prozessoren von Intel.
Sowohl der H1930, als auch der H1940 haben ein transflektives Display mit einer Auflösung von 240 × 320 Punkten bei 16 Bit Farbtiefe. An Hauptspeicher bringen beide 64 MByte RAM mit. Zum Lieferumfang gehört ein USB-Docking-Kabel und ein Netzteil. Der Akku ist bei beiden Geräten wechselbar.
Der HP H2210 sieht auf den ersten Blick gar nicht wie ein Vertreter der iPAQ-Serie aus, kommt er doch in einem völlig neuen Form-Faktor daher und ähnelt im Design eher einem kleineren Dell Axim X5. Anders als alle bisherigen iPAQs hat der H2210 außer einem SD/MMC- auch einen CFII-Erweiterungsslot. Im Innern arbeitet eine Intel XScale-PXA255-CPU mit 400 MHz, die auf 64 MByte RAM zugreift. Der Transflektiv-Bildschirm zeigt, wie bei Pocket PCs üblich, 240 × 320 Pixel bei 16 Bit Farbtiefe an.
Mit den iPAQs H5150 und H5550 fügt HP zwei weitere Modelle seiner Top-Serie hinzu. Der H5150 soll allerdings nur in den USA verkauft werden und wird hierzulande nicht in den Läden stehen. Während das Spitzenmodell H5550 WLAN (IEEE 802.11b), Bluetooth, biometrische Erkennung via Fingerabdruck-Scanner sowie 128 MByte RAM und 48 MByte Flash-ROM hat, beschränkt man sich beim H5150 auf wesentliche: Biometrie-Erkennung und WLAN-Funk hat man sich geschenkt, den Arbeitsspeicher nur halb so groß wie beim H5550 bemessen. Beide haben ein transflektives Display mit gleicher Auflösung und Farbtiefe wie die anderen iPAQs. Ein Intel PXA255 mit 400 MHz arbeitet im Innern.
In Deutschland soll der iPAQ H5550 knapp 800 Euro kosten. Den iPAQ H2210 möchte HP für annähernd 600 Euro über den Ladentisch gehen lassen und das Low-End-Modell mit Bluetooth H1940 für 500 Euro. Das billigste Modell H1930 kostet 400 Euro.
Der Vorgänger der neu vorgestellten H19xx-Modelle, H1915 mit Pocket PC 2002, soll demnächst in einer Sonderaktion für knapp 300 Euro in den Läden abverkauft werden. Wer die Gunst der Stunde nutzen will, sollte bedenken, dass sich der smarte H1915 nicht mit der neuen Pocket-PC-Version aktualisieren lässt. Wer auf Bluetooth-Funk und die Windows-Mobile-2003-Features verzichten kann, ist mit diesem Gerät allerdings gut bedient. Als MP3-Player eignet sich der Kleine aber nur bedingt, da HP statt einer 3,5-mm-Standard-Kopfhörerbuchse nur eine für 2,5-mm-Stecker einbaut. Der beigelegte Kopfhörer bietet nur mäßigen Sound-Genuss, sodass sich zumindest ein Adapter auf 3,5 mm empfiehlt.
Toshibas Erstlingswerk mit Windows Mobile 2003, der e750BT, unterscheidet sich kaum von seinem Bruder mit Pocket PC 2002, dem e750. Einzig die Bluetooth-Funktion ist neu, ansonsten hat er die gleichen Spezifikationen wie der Vorgänger mit älterem Betriebssystem: Intel XScale PXA255 mit 400 MHz, 64 MByte RAM, 32 MByte ROM und ein transflektives Display mit 240 × 320 Pixel und 16 Bit Farbtiefe. Je ein CFII- und SD/MMC-Slot nehmen Speicher und andere Erweiterungen auf. Er soll ab sofort für 700 Euro in Deutschland zu haben sein.
Da Fujitsu-Siemens und Dell noch mit keinen neuen PDAs aufwarten können, bieten sie vorerst nur ein Update auf Windows Mobile 2003 für ihre aktuellen Modelle Loox 600 und Axim X5 an. Beide wollen das System-Update gegen ein "geringes Entgelt" an ihre Kunden weitergeben. Alle Handheld-Nutzer, die ihr Gerät zwischen dem 23. Mai und 23. September erwerben, haben Anspruch auf ein spezielles Update: Hierbei handelt es sich um ein von Microsoft ins Leben gerufenes Programm. Der Redmonder Konzern liefert in diesem Zeitraum quasi eine "Blanko-Version" von Windows Mobile 2003 an seine Lizenznehmer, die diese dann an ihre Geräte anpassen können. Letztendlich hängt es aber von den PDA-Herstellern ab, für welche Geräte ein Update angeboten wird und für welche nicht. (dal)