E-Procurement bei Automobilherstellern auf dem Vormarsch
Audi, BMW, DaimlerChrysler und Volkswagen arbeiten gemeinsam an dem eCl@ss-Standards für Materialklassifikation und Warengruppen, um ihre logistischen Prozesse optimieren zu können.
Die Automobilhersteller Audi, BMW, DaimlerChrysler und Volkswagen arbeiten gemeinsam an der Weiterentwicklung und Verbreitung des internationalen Standards fĂĽr Materialklassifikation und Warengruppen eCl@ss. Ziel ist es, den Standard in der deutschen Industrie zu etablieren und darauf hinzuwirken, dass die Zulieferindustrie ihre Kataloge danach richtet. eCl@ss soll sich auch in Lieferdatenbanken und Bestellsystemen durchsetzen, um fĂĽr alle am Liefernetzwerk Beteiligten Zeit und Aufwand zu reduzieren.
Die Beschaffung auf elektronischem Wege (E-Procurement) kann Bestellkosten senken, Lieferantenbeziehungen verbessern, Einkaufspreise reduzieren und Beschaffungsprozesse beschleunigen -- aber nur wenn alle Glieder der Lieferkette dieselbe Sprache sprechen. Besonders die zulieferungsintensive Automobilbranche ist von einem flüssig laufenden, kostengünstigen E-Procurement abhängig, wird dabei aber noch häufig durch die Vielfalt hersteller- und branchenspezifischer Anwendungen blockiert. Darum haben sich die Einkaufsvertreter der vier großen Auto-Konzerne jetzt zu einem Arbeitskreis zusammengeschlossen, um ihre Anforderungen in die kommende Version 5.0 des eCl@ss-Standards einzubringen. Bislang befindet sich der Standard noch in der Version 4.1. Er erleichtert die Kommunikation zwischen Lieferanten und Kunden, indem er Materialien einheitlich über einen vierstufigen, hierarchischen Schlüssel klassifiziert und über rund 12.000 Schlagwörter gruppiert. (ola)