Senat von Michigan beschließt Anti-Spam-Datenbank
In dem US-amerikanischen Bundesstaat hat ein Gesetz die erste Hürde genommen, das die Einrichtung einer Datenbank für E-Mail-Adressen vorsieht, an die kein Spam verschickt werden darf.
Der Senat des US-amerikanischen Bundesstaates Michigan hat die Einrichtung einer Opt-out-Datenbank für E-Mail-Adressen beschlossen. Falls das Gesetz auch vom Repräsentantenhaus bestätigt und von Gouverneurin Jennifer Granholm unterzeichnet wird, können Spam-Versender, die ihre Botschaften an eine der in der Datenbank enthaltenen Adressen verschicken, von den Empfängern zivilrechtlich belangt werden. In dem Gesetzentwurf ist eine Strafe von 500 US-Dollar je Spam-Mail vorgesehen oder 250.000 US-Dollar für jeden Tag, an dem Spam eintrifft. Die Empfänger und deren Provider sollen auch Anspruch auf Ersatz ihrer Gerichtskosten bekommen. Außerdem droht bei Zuwiderhandlung eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr.
Befürworter halten den Entwurf für eines der schärfsten Gesetze gegen Spam in den USA. Kritiker allerdings befürchten, die Adressen der eventuell geplanten Datenbank könnten in falsche Hände geraten, insbesondere in jene von Spammern, die außerhalb der gesetzlichen Befugnisse des Staates Michigan sitzen. Die Liste muss nämlich den Marketing-Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, damit diese die Werbebotschaften nur an E-Mail-Adressen schicken können, die nicht auf der Liste stehen. Deshalb soll die Datenbank entsprechend geschützt werden, wie zum Beispiel durch ein Verfahren der Firma Unspam, das die E-Mail-Adressen verschlüsseln soll. (anw)