Sun will Pixo kaufen
Durch die Übernahme will Sun offenbar sein Geschäft mit Software und Content für mobile Java-Geräte ausbauen.
Sun will das Softwareunternehmen Pixo per Barzahlung übernehmen. Pixo verkauft Software, mit deren Hilfe Anbieter die Verteilung von Spielen, Klingeltönen und anderen Inhalten für Handhelds verwalten können. Das deutet darauf hin, dass der Unix- und Serverspezialist den Verkauf von Spielen und anderen digitalen Inhalten für tragbare Geräte ankurbeln will. Denn Sun hatte erst Anfang Juni die Gründung einer Spieleabteilung bekannt gegeben. Finanzielle Details über den Deal, der am heutigen Donnerstag endgültig besiegelt werden soll, wurden noch nicht bekannt gegeben. Allen ehemaligen Pixo-Mitarbeitern sollen aber Jobs angeboten werden, erklärte eine Sun-Sprecherin gegenüber der US-Presse.
Jonathan Schwartz, Chef der Software-Abteilung bei Sun, erläuterte gegenüber dem Wall Street Journal, dass der Kauf Suns Strategie unterstützen solle, Java als Programmiersprache der Wahl weiter zu etablieren. Damit meint er wohl vor allem den Einsatz von Java in Mobiltelefonen und Handheld-Computern. Darüber hinaus sei die Software von Pixo sehr praktisch, um den heruntergeladenen Content abzurechnen, erklärte Schwartz. Das werde umso wichtiger, je häufiger Java-Technologie auch in Smart Cards zum Einsatz komme, mit deren Hilfe ein Kunde sich beim Händler legitimieren könnte und trotz mehrerer ihm zugeordneter Geräte eine einzige Rechnung erhielte. Zum Beispiel könne ein Anwender seine Java Card aus dem Handy in das Lesegerät seines PC stecken, über den PC ein Spiel herunterladen, und der Kaufbetrag werde dann auf der Telefonrechnung ausgewiesen. (ola)